Aktuelles


31. Juli 2020

 

Presse-Erklärung des „Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di, Regionalgruppe Ostbayern (VS Ostbayern)“ zum Ende des Wirkens von Stefanje Weinmayr M. A. als Leiterin des Landshuter Skulpturenmuseums im Hofberg (Koenig-Museum)

 

Stefanje Weinmayr geht ‒ ein schwerer Verlust für die Kunst und Landshuts Kulturleben

 

Am 28. Juli 2020 wurde die Öffentlichkeit über die Landshuter Zeitung davon informiert, dass die 23-jährige Arbeit von Stefanje Weinmayr als Leiterin des Skulpturenmuseums ‒ erbaut für das künstlerische Lebenswerk des weltbekannten Bildhauers Fritz Koenig ‒ „einvernehmlich“ beendet werde.

Der Vorstand und die Mitglieder des VS Ostbayern sind zutiefst schockiert über das Ausscheiden der hochkompetenten und von uns als kreative Kultur-Vermittlerin geschätzten Museumsleiterin. Als das Urteil des Landesarbeitsgerichts München im März dieses Jahres Weinmayr die volle inhaltlich-konzeptionelle Zuständigkeit für das Koenig-Museum bestätigte, freuten wir uns, dass nunmehr Kompetenz-Streitigkeiten beigelegt und ihre überragende Kulturarbeit fortgesetzt werden könne.

Diese war nach dem Tod Fritz Koenigs durch die „Eingliederung“ des international bedeutenden Skulpturenmuseums in die eher lokal-regional einzustufenden „Museen der Stadt Landshut“ von Seiten der Stadtspitze und des Stadtmuseumsleiters zunehmend eingeschränkt bzw. verhindert worden.

Zusammen mit Kunstfreunden der Region und weit darüber hinaus sind wir Schriftsteller*innen Stefanje Weinmayr nicht nur für die großartigen Skulpturen- und Grafik-Ausstellungen dankbar, die sie viele Jahre lang zusammen mit dem Bildhauer Fritz Koenig gestaltete und für die Öffentlichkeit erschloss, sondern auch für ihr kongeniales Kunst-und-Gesellschaft-Begleitprogramm, zu dem wir Schreibenden in zahlreichen Kulturveranstaltungen im direkten Dialog mit Koenigs Werken und mit großem Publikumsecho beitragen konnten.

Nach dem inhaltlich positiven Urteil des Landesarbeitsgerichts wollten Stefanje Weinmayr und der VS Ostbayern zusammen mit bekannten Musikern wieder gemeinsame Literatur-Kunst-und-Musik-Veranstaltungen anbieten und hatten auch bereits konkrete Vorbereitungen dazu aufgenommen. Diese wurden jedoch durch die mehr als überraschende Nachricht von der Auflösung des städtischen Arbeitsvertrags mit Stefanje Weinmayr jäh beendet. Der VS Ostbayern gehört jedenfalls nicht zu den „Beteiligten“, die laut Landshuts OB Alexander Putz „froh“ seien, „dass die Angelegenheit jetzt endlich ausgestanden sei“.

Der VS Ostbayern stuft Stefanje Weinmayrs Ausscheiden aus der Leitung des Koenig-Museums als bitteren, nicht gutzumachenden Verlust für die Kunst-, Literatur- und Musikszene Landshuts, Ostbayerns und weit darüber hinaus ein.

Unsere guten Wünsche für ihre berufliche Neuorientierung und unser solidarischer Dank für lange kreativ-lohnende Zusammenarbeit begleiten Stefanje Weinmayr in ihre persönliche und professionelle Zukunft.

 

Für den VS Ostbayern:

Dr. Marita A. Panzer, Vorsitzende

 

Gernot Häublein M. A., Landshuter VS-Literatur-Stammtisch


Autor*innen müssen gestärkt und geschützt werden!

VS in ver.di fordert mit Stellungnahme gegenüber dem Justizministerium gesetzliche Verbesserungen für Urheber*innen und deren Verbände

 

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di) fordert, Autor*innen als Urheber*innen des Kulturguts Buch in ihren Rechten und damit Einkommenssituationen langfristig zu stärken. In der aktuellen Situation der Corona-Pandemie hat sich noch einmal deutlicher gezeigt, wie wenige professionelle Autor*innen wirtschaftlich in der Lage sind, Rücklagen fürs Alter oder schlechte Zeiten zu bilden.

„Unsere Texte werden gelesen, gehört und verfilmt. Urheber*innen müssen an jedem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Werke partizipieren. Das gilt auch für Umsätze, die mit der Verfügbarkeit ihrer Werke auf Online-Diensten erzielt werden. Hier haben sich ungesunde Strukturen etabliert; die Gesetzgeberin muss umsteuern. Es muss sich etwas ändern,“ fordert Lena Falkenhagen, Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di). „Wir verbitten uns dabei jeglichen Bereich von vergütungsfreien Nutzungen auf Inhalteplattformen im Sinne der DSM-RL. Deren Geschäftsmodelle sind immer werbefinanziert, jeder Klick und jeder Inhalteabruf vergrößern den Profit. Wir fordern einen fairen Anteil für die Urheber*innen, deren Werke die Verbraucher*innen auf die Plattformen locken“, erläutert Falkenhagen.

Als dringend notwendig sieht der VS weitere Stärkungen der vertraglichen Position der einzelnen Autor*innen. Um die Durchsetzung der Rechte zu fördern, wird gefordert, dass die Verbände und Gewerkschaften von Urheber*innen so gestärkt werden, dass sie die Branchenstandards über kollektive Verhandlungen wirksam mitgestalten können. Weiter schließt sich der VS der Forderung der Initiative Urheberrecht nach einer wirksamen Verbandsklage an: „Der Gesetzgeber muss ermöglichen, dass Urheber*innenverbände Verlage und andere Verwerter wirksam zur Rechenschaft ziehen können, die die Rechte der Urheber*innen planmäßig unterlaufen. Verbände müssen sich schützend vor die eigenen Mitglieder stellen können und dürfen. Einzelne haben Angst davor, als schwierig zu gelten, und schrecken vor der Geltendmachung bestehender Rechte zurück“, so Falkenhagen.


Artikel von Gernot Häublein im Gedenken an die NS-Bücherverbrennungen 1933:

 

Bücher brannten, Schriftsteller(innen) flohen

Nazi-Bücherverbrennungen 1933 / Lesung auf Mai 2021 verschoben

 

(Landshut, G. H.) Schon Jahre vor 1933 hatte der junge Berliner Bibliothekar und überzeugte Nationalsozialist Dr. Wolfgang Herrmann an einer "Schwarzen Liste" von Büchern und Schriften gearbeitet, die der "Säuberung der öffentlichen Büchereien" dienen sollte - in reiner Eigenintiative, ohne Auftrag der NSDAP. Die in sechs Sachgebiete unterteilte Liste von Autor(innen) und Titeln benutzte die NS-geführte Deutsche Studentenschaft als Grundlage für ihre "Aktion wider den undeutschen Geist", die für den Zeitraum vom 12. April bis zum 10. Mai 1933 generalstabsmäßig geplant wurde, getragen von Studenten und ihren Hochschullehrern - ebenfalls ohne direkte Partei-Anweisung!

Als Höhepunkt der reichsweiten Aktion wurden am 10. Mai in 22 deutschen Hochschulstädten  die aus Bibliotheken und Buchhandlungen geplünderten Bücher v. a. jüdischer, kommunistischer, sozialdemokratischer, gewerkschaftlicher und liberaler Autor(inn)en auf Scheiterhaufen verbrannt. Dazu deklamierten sogenannte "Rufer" 9 vorgeschriebene "Feuersprüche", zum Beispiel: "Gegen literarischen Verrat am Soldaten des Weltkriegs, für Erziehung des Volkes im Geist der Wehrhaftigkeit! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Erich Maria Remarque." An den folgenden Tagen fanden in 10 weiteren Hochschulstädten Bücherverbrennungen statt, auch in Freiburg, wo der neue Rektor der Universität, der nach 1945 noch hochgeschätzte Philosoph Martin Heidegger, öffentlich sagte: "Flamme künde uns, leuchte uns, zeige uns den Weg, von dem es kein Zurück mehr gibt! Flammen zündet, Herzen brennt!" Insgesamt gab es in Deutschland 1933 dokumentierte 100 Bücherverbrennungen, dabei wurden die Werke von etwa 300 deutschen und ausländischen Schriftsteller(innen) verbrannt.

Seit 2010 hat der Schriftstellerverband Ostbayern in Landshut jeweils im Mai Gedenklesungen mit Musik veranstaltet, bei denen Leben und Werk von bisher 31 dieser verfemten, zumeist ins Exil geflohenen, zum Teil inhaftierten und ermordeten Autor(inn)en vorgestellt und in Erinnerung gerufen wurden. Leider muss nun wegen der anhaltenden Corona-Krise die für diesen 13. Mai geplante 11. Gedenklesung abgesagt und auf den Mai 2021 verschoben werden.

 

Bild: Bundesarchiv (Wikipedia)


Pressemeldung ver.di Bayern zum 1. Mai

 

Corona-Soforthilfe mit zweierlei Maß

 

Die Bayerische Staatsregierung hat schnell auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise reagiert und ein Soforthilfe-Programm für Unternehmer auf die Beine gestellt. Leider unterstützt sie damit nur die größeren Unternehmen und deren Geschäftsführer, die ein Gehalt ausbezahlt bekommen und deren soziale Absicherung als betriebliche Kosten verbucht werden. Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer, die persönlich haften und von den Einnahmen auch ihren Lebensunterhalt und die Beiträge für die Sozialversicherung bezahlen sowie für das Alter vorsorgen, bekommen dafür keine Unterstützung. Denn die staatliche Hilfe gibt es nicht für die Einnahmen-Ausfälle, sondern lediglich für die Deckung betrieblicher Kosten. Privatentnahmen für den Lebensunterhalt, die private Miete und die soziale Absicherung zählen nicht dazu. Deshalb fordern die Mitglieder der ver.di Landeskommission der Selbstständigen (LKS) in Bayern die Bayerische Staatsregierung auf, die Corona-Soforthilfe umgehend nachzubessern.

Ministerpräsident Söder hat zwar Abhilfe für die Künstler versprochen, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, allerdings nur 1.000 Euro pro Monat, für drei Monate, insgesamt also gerade einmal 3.000 Euro. Die Anträge dazu sollen noch im Mai gestellt werden können, heißt es aus dem zuständigen Ministerium. Die Landeskommission der Selbstständigen (LKS) in ver.di Bayern protestiert gegen diese Ungleichbehandlung. »Die Differenz zwischen den 9.000 Euro Corona-Soforthilfe des Bundes für Unternehmer und 3.000 Euro für Künstler und Kulturschaffende, die in der Künstlersozialkasse versichert sind, ist für uns ebenso wenig akzeptabel wie die zeitliche Differenz für die Antragstellung und damit auch Auszahlung der sogenannten Corona-Soforthilfe«, betont Oliver Pyka, Vorsitzender der bayerischen LKS.

Nach dem Programm der Staatsregierung sollen Solo-Selbstständige, die persönlich haften und nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind, in Bezug auf die Kosten der privaten Lebensführung weiterhin leer ausgehen. »Diese Spaltung darf nicht sein«, erklärt Lisa Kroner, stellvertretende Vorsitzende der LKS in Bayern. Freiberufliche Dozenten, Selbstständige im Gesundheitswesen oder Fremdenführer der Tourismusbranche werden nicht in die Künstlersozialkasse aufgenommen und sollen deshalb nicht einmal die vom bayerischen Staat versprochene, reduzierte Corona-Soforthilfe bekommen.

Die bayerische Regierung verweist stattdessen auf den vereinfachten Zugang zur Grundsicherung, besser bekannt als Hartz IV. Aber: »Die Grundsicherung dient der Absicherung des Existenzminimums und ist ein grundgesetzlich garantiertes Recht, aber keine Corona-Soforthilfe für Selbstständige, die aufgrund notwendiger staatlicher Anordnungen ihren Beruf nicht ausüben dürfen«, erklärt Willi Nemski, Mitglied der bayerischen LKS.

»Solidarität ist in Krisenzeiten besonders wichtig, die Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmerinnen/-unternehmer verdienen ebenso viel staatliche Solidarität in der Corona-Krise wie die großen Unternehmen, für die Milliardenpakete geschnürt werden«, betonte Oliver Pyka.


VS Pressemeldung zum Welttag des Buches am 23. April 2020

 

Welttag des Buches

VS fordert Bekenntnis von Bund und Ländern zur Literatur und langfristige Unterstützung für Urheberinnen und Urheber

 

Schriftstellerinnen und Schriftsteller müssen einen sicheren Platz in unserer Gesellschaft haben. Das zeigt die Coronakrise deutlich. Anlässlich des Welttags des Buchs und Urheberrechts am 23. April mahnt der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) in ver.di an, die Urheberinnen und Urheber des Kulturguts Buch in ihren Rechten und Lebenssituationen zu stärken.

Bücher sind nicht nur Unterhaltung, sie vermitteln Erfahrungen, ordnen ein und fördern die demokratische Grundhaltung und die gesellschaftliche Meinungsbildung zu einem hohen Anteil mit. Das wird in Zeiten, in denen Buchhandlungen geschlossen waren und wo immer noch keine Lesungen und Literaturfestivals stattfinden können, schmerzhaft deutlich. Viele Kultusministerien riefen deshalb Künstlerinnen und Künstler dazu auf, kulturelle Angebote in die Wohnzimmer der Menschen zu streamen.

Das ist allerdings kein Konzept für die Buchkultur. Dazu sagt die Bundesvorsitzende des VS, Lena Falkenhagen: »Was als humanitäres Angebot kurzfristig vertretbar erscheinen mag, macht zugleich deutlich, dass "Kultur für umsonst" auch für die öffentliche Hand eine Selbstverständlichkeit geworden ist. Kulturelle Angebote müssen im Internet ebenso vergütet werden wie im nicht-digitalen Raum.«

Falkenhagen schätzt ein, dass die Auswirkungen der Corona-Krise die Buchbranche noch in den nächsten beiden Jahren treffen werden. »Die Krise wirkt sich jetzt mit Lesungsabsagen und verschobenem Programm aus. Im Herbst treffen diese Titel auf ein bereits durchgeplantes Programm - ob Lesungen durchgeführt werden können, bleibt unklar. Und nächstes Jahr werden Vorschüsse auf Basis der reduzierten Verkaufszahlen von 2020 kalkuliert. Das trifft viele Urheberinnen und Urheber bis ins Mark.«

Falkenhagen betont: »Corona hat gezeigt, wie fragil die wirtschaftliche Situation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern im Kulturland Deutschland ist. Die Zahl der in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten soloselbständigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller steigt. Wir brauchen dringend einen Fahrplan, der die wirtschaftliche Lage von Autorinnen und Autoren stabilisiert. Das Urhebervertragsrecht muss insgesamt verbessert werden, etwa um die Möglichkeit einer Verbandsklage ohne Offenlegung der Identität von Betroffenen«, so Falkenhagen. »Die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie in Deutsches Recht bietet hier Anlass und Möglichkeiten.«

Um den Autorinnen/Autoren und Übersetzerinnen/Übersetzern ein Gesicht zu geben und auf ihre Situation hinzuweisen, beteiligt sich der VS an der vom European Writer's Council initiierten Aktion #behindeverybook, die am 23. April 2020 in allen sozialen Medien stattfinden wird: http://europeanwriterscouncil.eu/behindeverybook.


Hier ein Video von unserer "Nacht der Poesie" am 27. Juni 2019, gedreht und bearbeitet von unserem Autor Wolfgang Burger:

 

https://www.youtube.com/watch?v=wMFNcBVtLSU&feature=youtu.be

 


 

Am Samstag, den 10. August 2019, traf sich die Projekt-Gruppe des VS Ostbayern und des Westböhmischen Schriftstellerzentrums zu vorbereitenden Gesprächen in Schönsee über die gemeinsamen Veranstaltungen der nächsten Jahre.


Staatliche Bibliothek Regensburg ehrt Dr. Marita A. Panzer mit einer Festschrift

 

Anlässlich des 70. Geburtstags unserer Vorsitzenden Dr. Marita A. Panzer haben sich unter der Federführung der Staatlichen Bibliothek Regensburg zahlreiche Freunde und langjährige Weggefährten versammelt, um ihr einen bunten Strauß an Texten als Geburtstagsgruß zu überreichen.

 

Die Texte, die in dieser Festschrift vereint sind, richten ihr Augenmerk auf Aspekte, die ein facettenreiches und zugleich charakteristisches Bild von ihr widerspiegeln sollen: ihre Person, ihr Werk, Geschichte (insbesondere Regensburgs) sowie Literatur. Beiträge, die für die Lesereihe „historisch-literarische Stadtführungen“ des VS entstanden sind, fanden daher genauso Aufnahme in diese kleine Sammlung wie Anekdoten, Würdigungen und Rückblicke. Erhältlich ist die Festschrift im Buchhandel sowie in der Staatlichen Bibliothek, Gesandtenstraße  13, 93047 Regensburg.

 

Julia Kathrin KNOLL/ Bernhard LÜBBERS/ Rolf STEMMLE (Hg.), Biographie und Literatur in Ostbayern. Marita A. Panzer zum 70. Geburtstag. Texte von Weggefährten (Kataloge und Schriften der Staatlichen Bibliothek Regensburg 17) Regensburg: Morsbach Verlag 2019; ISBN 978-3-96018-064-7; 19,90 Euro.

  


Ein kluger Steuermann in schwieriger Zeit

Der VS gratuliert Uwe Friesel zum 80. Geburtstag

 

Uwe Friesel ist als Schriftsteller in allen literarischen Genres zu Hause.  Er schreibt Romane und Erzählungen, Lyrik und Hörspiele, dazu Kinder- und Jugendliteratur. Bekannt geworden ist er insbesondere mit seinen  gesellschaftskritischen Kriminalromanen um den frühpensionierten Kriminalrat Guido Blankenhorn.

Auch als Übersetzer von Vladimir Nabokov und John Updike  hat er sich einen Namen gemacht. Er war Lektor, Dramaturg und Mitbegründer  der Autoren-Edition im C. Bertelsmann Verlag. Uwe Friesel erhielt zahlreiche  Stipendien und Auszeichnungen, wie das Villa-Massimo-Stipendium, das  Berlin-Stipendium des Literarischen Colloquiums am Wannsee, den  Nicolas-Born-Preis sowie den Niedersächsischen Kunstpreis für Literatur.

Uwe Friesel verbrachte viele Jahre im Ausland, in den USA, in Italien und  Schweden. Sein Blick über den Tellerrand der Republik kam immer auch der  Arbeit dem Verband deutscher Schriftsteller zugute. Seit 1969 engagierte er sich in verschiedenen Ämtern im Landesverband Hamburg des Verbands deutscher  Schriftsteller. 2010 wurde ihm vom Landesvorstand der »Ehrenvorsitz auf Lebenszeit« verliehen. Von 1976 bis 1977 ließ er sich zum Beisitzer im  Bundesvorstand wählen und von 1989 bis 1991 war er erster Vorsitzender des  VS - seit dem 1. Oktober 1990 auch für die neuen Mitglieder aus dem  Schriftstellerverband der DDR. 1991 wählten ihn die west- und ostdeutschen  Autorinnen und Autoren in Travemünde zum ersten gesamtdeutschen  VS-Vorsitzenden. Das Amt bekleidete er bis 1994. In dieser Funktion hat er 

unter anderem die beiden Schriftsteller-Kreuzfahrten in der Ostsee (1992) und im Schwarzen Meer (1994) mitorganisiert und die internationalen UNESCO- Literatur-Zentren auf den Inseln Visby und Rhodos mitbegründet.

»Uwe Friesel führte den VS erfolgreich durch sehr schwierige Jahre, dafür sind wir ihm dankbar«, so die VS-Vorsitzende Eva Leipprand. Die Verbände von Ost und West zusammenzubringen war eine »Sisyphosarbeit« (nach den Worten des damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Björn Engholm).

Uwe Friesel lebt heute in Salzwedel in der Altmark und ist dem Hamburger und gesamtdeutschen VS weiterhin verbunden. Er bleibt ein Autor, der sich immer wieder mit kritischem Verstand zur Rolle der Schriftsteller in der Gesellschaft zu Wort meldet. Dafür danken wir ihm und wünschen ihm Gesundheit und noch viele gute Jahre im Dienst der Literatur.


30 Jahre Einsatz für die Sache der Literatur

Der VS gratuliert Imre Török zum 70. Geburtstag

 

Keiner stand dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller VS so lange vor wie Imre Török. 1988 wurde er zunächst in den Vorstand des Landesverbands Baden-Württemberg gewählt und war dort 1997 bis 2005 Vorsitzender. Im November 2018 wurde ihm der Ehrenvorsitz des Landesverbandes verliehen.

Schon früh engagierte sich Imre Török auch im Bundesvorstand: Von 1989 bis 1991 und von 2001 bis 2005 war er Beisitzer und von 2005 bis 2015 lenkte er als Bundesvorsitzender wesentlich die Geschicke des VS. 2015 gab er den Vorsitz ab und ist seitdem stellvertretender Vorsitzender des VS.

»Imre Török hat seine Ämter immer mit Leidenschaft und Empathie ausgeübt«, so die Vorsitzende des VS, Eva Leipprand. Es ging ihm nicht nur darum, die soziale und rechtliche Lage seiner Kolleginnen und Kollegen im VS zu verbessern, sondern auch der politischen Dimension des Schriftstellerberufes Ausdruck zu verleihen. So initiierte er das Projekt »Worte gegen Rechts« und nutzte seine guten Kontakte in die Türkei, um sich immer wieder für verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller einzusetzen. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und im ungarischen Schriftstellerverband und kämpft als Mitbegründer des Aktionsbündnisses »Fairlag« für faire Verlagsbedingungen.

Geboren wurde Imre Török am 3. Februar 1949 im ungarischen Eger. Weil seine Eltern aus Ungarn fliehen mussten, kam Imre zunächst nach Lübeck und studierte später in Tübingen Germanistik, Geschichte und Philosophie. Schon in seinem Geburtsland hatte er mit dem literarischen Schreiben begonnen. In Deutschland musste er die Sprache seines zukünftigen poetischen Schaffens erst lernen und brachte es zur kunstreichen Meisterschaft.

Heute lebt Imre Török als Schriftsteller und Dozent für Kreatives Schreiben im württembergischen Allgäu. Von dort aus ist er für Kolleginnen und Kollegen nach wie vor unermüdlich im Einsatz. Das tut er mit Herz, Geist und Verstand und dafür danken wir ihm mit einem herzlichen »köszönöm«!

 


 

Abschied von Mirjam Pressler

 

Am 16. Januar 2019 ist unsere hoch geschätzte Kollegin Mirjam Pressler nach einem langen Krebs-Leiden in ihrer letzten Heimatstadt Landshut (Niederbayern) gestorben. Als Kind einer Jüdin 1940 geboren, überlebte sie Nazi-Terror und Krieg bei einer Pflegefamilie, später in einem Kinderheim.

Nach einem Malerei-und-Sprachen-Studium ging sie nach Israel und lebte lange in einem Kibbuz, wo sie fließend Neuhebräisch lernte – Grundlage für ihre vielen großartigen Übersetzungen zeitgenössischer israelischer Literatur ins Deutsche, u. a. Zeruya Shalev und Amos Oz.

Danach lebte und arbeitete Mirjam Pressler in München, schlug sich und ihre drei Töchter als Taxifahrerin und Jeansverkäuferin durch, bevor ihr 1980 mit dem ersten Jugendroman Bitterschokolade gleich ein großer Erfolg gelang. Dem ließ sie mehr als 30 weitere Kinder- und Jugendbücher folgen, die sie zu einer der beliebtesten Autorinnen bei jungen Menschen nicht nur in Deutschland machten.

Ihren letzten Jugendroman Dunkles Gold konnte sie 2018 noch fertigschreiben, aber leider erlebte sie nicht mehr seine Veröffentlichung: Er ist für März 2019 bei Beltz angekündigt.

Mirjam Pressler war nicht nur eine kreative Autorin, sondern arbeitete auch überaus intensiv als sprachlich kongeniale Übersetzerin (mehr als 300 Titel) sowie als Herausgeberin (Anne-Frank-Gesamtausgabe) und als öffentlich Lesende. Als langjähriges Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di) engagierte sie sich auf zahllosen Lesungen, zuletzt vor allem in Landshut, für rückhaltlose Menschlichkeit und Toleranz, gegen jede Art von Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und rechte Hetze.

Ihre letzte Lesung auf einer Gedenkveranstaltung des VS Ostbayern zu den Nazi-Bücherverbrennungen galt dem deutsch-jüdischen Schriftsteller Ernst Toller, der 1933 aus Hitler-Deutschland ins Exil floh und sich als verzweifelt-isolierter Schriftsteller 1939 in New York das Leben nahm. Mirjam Pressler zitierte zum Schluss ihrer Lesung Tollers Satz: „Wer keine Kraft zum Träumen hat, hat auch keine Kraft zum Leben.“ Zwar ist Mirjams Kraft zum Leben mit 78 Jahren versiegt, doch sie hat Träume und bleibende Texte für viele Leben nach ihr hinterlassen.

 

Gernot Häublein, Altfraunhofen bei Landshut, Mitglied der VS-Regionalgruppe Ostbayern

 


Markus Ungerer, kommissarischer Leiter der Regionalgruppe Unterfranken, ist am Freitag, 4. Januar 2019, verstorben.

 

Nachruf von Ulrike Schäfer für die Regionalgruppe Unterfranken:

 

Von Markus‘ Tod erfuhr ich am Nachmittag nach seinem tragischen Unfall von einer Würzburger Autorenkollegin. Sie hatte als erste den Bericht darüber entdeckt, und wie viele andere kannte sie Markus als Gastgeber der jährlichen VS-Sommerlese, zu der alle Schreibenden aus Unterfranken und der weiteren Region, unabhängig von einer Gruppen- oder Verbandszugehörigkeit, geladen waren. Auch ich habe Markus so kennengelernt, Jahre bevor ich dem VS beitrat. Hier, im Garten der Ungerers in Kitzingen, wurde man von ihm und seiner Familie ganz selbstverständlich aufgenommen und willkommen geheißen. Hier konnte man einander kennenlernen, in kollegialer und zugleich familiärer Atmosphäre Texte vorlesen, sich übers Schreiben und literarische Belange austauschen und von den Erfahrungen derjenigen profitieren, die schon weiter waren.

Es war Reinhold Ziegler, unser langjähriger VS-Regionalgruppenleiter, der die Idee zu diesen offenen Autorenzusammenkünften hatte. Und es waren Markus und seine Familie, die ihnen ein Zuhause gaben.
Nach Reinholds Tod im Sommer 2017 übernahmen Markus und ich die kommissarische Leitung der Regionalgruppe gemeinsam. Reinholds Verlust wog in jeder Hinsicht schwer. Jeder von uns fühlte sich einzeln überfordert damit, ihm nachzufolgen – ersetzen konnten wir ihn ohnehin nicht. So teilten wir uns die Aufgabe, und so habe ich Markus‘ pragmatische, unaufgeregte, überaus kooperative und freundschaftliche Art näher kennengelernt. Und ich habe durch unsere Gespräche eine Ahnung davon bekommen, wie eingespannt er beruflich in seinen vielfältigen Tätigkeiten war: als Feuerwehrkommandant und Brandschutzbeauftragter Kitzingens, als Autor von Fachbüchern und Krimis und als vielgefragter Referent von Fachvorträgen. Die VS-Arbeit ist ein ehrenamtliches Engagement, das nebenher laufen muss und das bei einem Arbeitspensum, wie Markus es hatte, eigentlich leicht in Gefahr geraten könnte, unterzugehen. Selten habe ich erlebt, mit jemandem so umstandslos und verlässlich eine solche Arbeit zu teilen.
Markus wurde 51 Jahre alt. Die Bestürzung über seinen viel zu frühen Tod ist unter den vielen Schreibenden der Region, die ihn kannten, groß. Und es ist ein Wort, das immer wieder fällt: „hilfsbereit“. Es berührt uns zutiefst, dass er auf dem Rückweg von einem Feuerwehreinsatz starb. Wie es eine VS-Kollegin formulierte: Er war unterwegs, um anderen zu helfen.
Dass Markus Ehemann und Vater war, war für uns immer präsent. Es waren die Ungerers gemeinsam, die sich mit der jährlichen Sommerlese so persönlich und herzlich für uns Schreibende einsetzten. Seiner Frau Christine und seinen beiden Töchtern gilt unser tiefstes Mitgefühl.
Nachruf von  Arwed Vogel für den Landesvorstand des VS Bayern in ver.di:
Erschüttert haben wir am 4.1.19 vom Tod unseres Kollegen Markus Ungerer aus Kitzingen erfahren. Er verunglückte bei einem Einsatz als Feuerwehrkommandant, einer Lebensaufgabe, die er auch in seinem literarischen Werk immer wieder thematisiert hat. Unter anderem stammt von ihm die Krimireihe „Fogos Geschicht’n“, in der ein Feuerwehrmann als Detektiv ermittelt. Zahlreiche Fachbücher zum Brandschutz zeigen seinen Sachverstand, mit dem er als freier Autor sein Leben bestritt.
Markus leitete gemeinsam mit Ulrike Schäfer die Regionalgruppe Unterfranken, die Nachmittage und Abende der „Sommerlese“ zu der er die Kollegen in sein Haus nach Kitzingen einlud, waren legendär.
Seit 2017 gestaltete und publizierte er mit seiner Frau Christine den Newsletter des VS Bayern und war mit seiner präzisen und gelassenen Arbeitsweise eine wesentliche und geistreiche Stütze des Landesvorstands, immer verlässlich und hilfsbereit, aufgeschlossen für neue Pläne und Ideen. Markus wurde 51 Jahre alt.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seiner Frau, seinen beiden Töchtern, die einen Menschen verlieren, der sich immer selbst zurückgenommen hat, um für andere da zu sein.

 

Schreibwettbewerb "Verführerisches Ostbayern"

 

Der Schriftstellerverband Ostbayern plant nach „Schauriges Ostbayern“, „Phantastisches Ostbayern“ und „Mörderisches Ostbayern“ zusammen mit dem Battenberg Gietl Verlag / SüdOst-Verlag, Regenstauf, eine weitere Anthologie mit Kurzgeschichten. Sie soll im Oktober 2019 erscheinen.

 Etwa 20 AutorInnen des Verbandes werden hierfür zur Feder greifen. Eine weitere Story soll die Sammlung ergänzen: die Gewinnergeschichte dieses Wettbewerbs.

Das Thema lautet: „Verführerisches Ostbayern“!

„Verführerisch“ ist ausschließlich im erotischen Sinne gemeint (also z.B. nicht im politischen oder religiösen).

Das Thema erfordert allerdings einen „Rahmen“ und einige „Spielregeln“, damit die Geschichten auch zur Buchreihe passen:

 

1.) In den Texten haben nichts zu suchen: Pornografie, Gewaltverherrlichung, Vergewaltigungen, Frauen- oder Männerfeindlichkeit, Pädophilie, Sodomie, usw. Der Schwerpunkt der Geschichten soll also auf dem Emotionalen, der Stimmung, auf dem Knistern und auf der „Kunst des Verführens“ liegen.

2.) Die AutorInnen dürfen nicht Mitglieder des VS-Ostbayern sein und müssen in Niederbayern oder der Oberpfalz wohnen.

3.) Die Geschehnisse müssen im ostbayerischen Raum (Oberpfalz, Niederbayern) spielen.

4.) Die Texte müssen unveröffentlicht und rechtefrei sein.

5.) Textlänge: maximal 15.000 Zeichen (mit Leerzeichen).

 

Einsendeschluss: 15. März 2019.

 

Die Teilnehmer senden bitte ihre Texte per E-Mail an martinstauder@posteo.de;

und zwar als Mail-Anhang und als Text-Dokument (.doc, .docx, .rtf u.ä.; aber keine PDF-Datei); die Text-Datei darf nicht den Namen der Autorin/des Autoren enthalten.

 Preis: Veröffentlichung in „Verführerisches Ostbayern“, Battenberg Gietl Verlag;

Herausgeber: Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Ostbayern.


 

Ein Wanderer zwischen Literatur und Politik -

Der VS trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Dieter Lattmann

(20. April)

 

Berlin, 19. April 2018: »Mit Dieter Lattmann verlieren wir eine große Persönlichkeit, die die bundesrepublikanische Zeitgeschichte mit geprägt hat«, erklärt Eva Leipprand, Vorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. »Er hatte die Fähigkeit, die Reibung zwischen Literatur und Politik in vielfältiger Weise fruchtbar werden zu lassen. Insbesondere wir Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben ihm dafür zu danken.«In der Ära Willi Brandts, als plötzlich vieles möglich schien, gelang es ihm, die Schriftstellerinnen und Schriftsteller in einem Gesamtverband zusammenzuführen und als Gründungsvorsitzender ihren Anliegen in der Politik Gehör zu verschaffen. Gemeinsam mit Heinrich Böll, Günter Grass, Martin Walser, Ingeborg Drewitz und anderen Autorinnen und Autoren setzte er sich im 1969 gegründeten VS, dem Verband Deutscher Schriftsteller, für eine Anbindung an die Gewerkschaft IG Druck und Papier ein. Er prägte auch den Begriff »Einigkeit der Einzelgänger«, der als Motto über dem 1. Schriftstellerkongresses 1970 in der Stuttgarter Liederhalle stand.1972 bis 1980 war Lattmann Mitglied des Deutschen Bundestages, wo er sich nicht nur für seinen Allgäuer Wahlkreis,

sondern auch unermüdlich für die Sache der Schriftstellerinnen und Schriftsteller einsetzte. Die Novellierung des Urheberrechts, die Durchsetzung des Bibliotheksgroschens sowie das 1981 beschlossene Künstlersozialversicherungsgesetz sind für immer mit seinem Namen verbunden. Die Künstlersozialkasse ist eine Errungenschaft, die die soziale und wirtschaftliche Lage aller Kreativen entscheidend verbessert hat.

 

Dieter Lattmann zeigte immer eine klare politische Haltung, so die VS-Vorsitzende Eva Leipprand, und war auch eine der zentralen Figuren der Friedensbewegung der 80er Jahre. Politisches Denken gibt seinen Büchern ihre spezielle Färbung. Lattmann konnte, wie er selbst sagte, »Politik und Literatur nicht trennen«. Die in regelmäßigen Abständen erscheinenden Werke - »Die gelenkige Generation«, »Mit einem deutschen Pass. Tagebuch einer Weltreise«, »Die Einsamkeit des Politiker«", »Die Brüder«, »Jonas vor Potsdam« und andere mehr - sind jedes für sich ein eigenes Ab- und Überschreiten der Grenzen zwischen Literatur und Politik. In seinem Schreiben pflegte er einen klaren, jedes Klischee vermeidenden Stil, der vor keiner Wahrheit Halt machte, auch vor keiner Selbsterkenntnis, so tiefgehend sie sein mochte. Diesen Ernst konnte man auch in der persönlichen Begegnung mit Dieter Lattmann spüren; alles, was er sagte, hatte Bedeutung, Zusammenhang und Gewicht.

 

Der VS dankt seinem Ehrenvorsitzenden für alles, was er für die Schriftstellerinnen und Schriftsteller getan hat, und wird ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.

 


 

Wir trauern um Wolf-Dieter Krämer,

Schriftsteller und Mitglied im Landesvorstand

(3. April 2018)

 

Wenige Tage vor seinem Tod war er erst in den Vorstand des VS Bayern wiedergewählt worden, dem er die letzten Jahre angehört hat. Sein Tod reißt eine große Lücke, denn er arbeitete in verschiedenen Organisationen mit, engagierte sich für soziale Gerechtigkeit und im politischen und publizistischen Widerstand gegen die Auswüchse des Kapitalismus und die Gefahr rechtsradikaler und populistischer Strömungen.

 

Bedächtig und zielstrebig, immer freundlich und unbeirrbar ruhig hat er seine Projekte vorangebracht, die Zusammenarbeit zwischen den literarischen Organisationen gefördert und sich für komplexe Aufgaben zur Verfügung gestellt.Dafür danken wir ihm als Weggefährten, den wir nicht vergessen werden.

 


Anerkennung für Kulturarbeit

 

Beim bundesweiten Wettbewerb „RAUSkommen! Der Jugendkunstschuleffekt“ unter der Schirmherrschaft von Ministerin Dr. Katarina Barley vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erreichte das Mitterfelser Projekt „Ein Fingerabdruck an der Wand der Zeit“ eine Nominierung unter die besten zehn Arbeiten.  So zeichnete der   Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke e.V.) die „kunstraupe“ von Michael Witte für die malerische Umsetzung von Gedichten aus, die von Flüchtlingen unter Anleitung von Wolfgang Hammer entstanden und als Buch gedruckt sind.

 

Vor wenigen Tagen schließlich wurde dieses Projekt der interkulturellen Annäherung vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst offiziell als

bayerischer Beitrag beispielhafter kultureller Vermittlung für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018“ bei der Staatsministerin für Kultur und Bildung Monika Grütters eingereicht.

 

Das Evangelischen Bildungswerk e.V. in Regensburg hat die Projektgruppe "Fingerabdruck" eingeladen, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung der Bilder, die Gedichte vorzutragen. Die

Vernissage findet am 14 Januar 2018 um 16 Uhr statt, Die Ausstellung ist bis zum 3. Februar in dem Gebäude „Am Ölberg 2“ zu sehen.

 


Mirjam Pressler erhält

den Kulturpreis 2017 der Stadt Landshut

 

Die Jury ehrt die Autorin für ihr umfangreiches Schaffen. Es umfasst Kinder- und Jugendliteratur; bekannt geworden ist Mirjam Pressler aber auch als Übersetzerin, vor allem aus dem Hebräischen. Die 77-jährige Künstlerin ist seit vielen Jahren Mitgleid des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Ostbayern.

Wir gratulieren Ihr herzlich zu dieser Auszeichnung.

 


Josef Hrubý ist verstorben
 
Wir trauern um unseren hochgeschätzten Kollegen und Freund Josef Hrubý.
Er ist am 19. Juli 2017 im Alter von 85 Jahren in Pilsen verstorben. Josef Hrubý und der VS Ostbayern waren über 25 Jahre hinweg eng verbunden. Gemeinsam haben wir viele Projekte und Publikationen verwirklicht. Unser Beileid gilt den Angehörigen und den KollegInnen des Westböhmischen Schriftstellerzentrums.
Wir werden Josef Hrubý als lieben Freund in Erinnerung behalten!
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Lesung von Josef Hrubý während des Projekts "Literatur in Wanderstiefeln"
Josef Hruby.mp3
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