Aktuelles

Ein Wanderer zwischen Literatur und Politik -

Der VS trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Dieter Lattmann

(20. April)

 

Berlin, 19. April 2018: »Mit Dieter Lattmann verlieren wir eine große Persönlichkeit, die die bundesrepublikanische Zeitgeschichte mit geprägt hat«, erklärt Eva Leipprand, Vorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. »Er hatte die Fähigkeit, die Reibung zwischen Literatur und Politik in vielfältiger Weise fruchtbar werden zu lassen. Insbesondere wir Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben ihm dafür zu danken.«In der Ära Willi Brandts, als plötzlich vieles möglich schien, gelang es ihm, die Schriftstellerinnen und Schriftsteller in einem Gesamtverband zusammenzuführen und als Gründungsvorsitzender ihren Anliegen in der Politik Gehör zu verschaffen. Gemeinsam mit Heinrich Böll, Günter Grass, Martin Walser, Ingeborg Drewitz und anderen Autorinnen und Autoren setzte er sich im 1969 gegründeten VS, dem Verband Deutscher Schriftsteller, für eine Anbindung an die Gewerkschaft IG Druck und Papier ein. Er prägte auch den Begriff »Einigkeit der Einzelgänger«, der als Motto über dem 1. Schriftstellerkongresses 1970 in der Stuttgarter Liederhalle stand.1972 bis 1980 war Lattmann Mitglied des Deutschen Bundestages, wo er sich nicht nur für seinen Allgäuer Wahlkreis,

sondern auch unermüdlich für die Sache der Schriftstellerinnen und Schriftsteller einsetzte. Die Novellierung des Urheberrechts, die Durchsetzung des Bibliotheksgroschens sowie das 1981 beschlossene Künstlersozialversicherungsgesetz sind für immer mit seinem Namen verbunden. Die Künstlersozialkasse ist eine Errungenschaft, die die soziale und wirtschaftliche Lage aller Kreativen entscheidend verbessert hat.

 

Dieter Lattmann zeigte immer eine klare politische Haltung, so die VS-Vorsitzende Eva Leipprand, und war auch eine der zentralen Figuren der Friedensbewegung der 80er Jahre. Politisches Denken gibt seinen Büchern ihre spezielle Färbung. Lattmann konnte, wie er selbst sagte, »Politik und Literatur nicht trennen«. Die in regelmäßigen Abständen erscheinenden Werke - »Die gelenkige Generation«, »Mit einem deutschen Pass. Tagebuch einer Weltreise«, »Die Einsamkeit des Politiker«", »Die Brüder«, »Jonas vor Potsdam« und andere mehr - sind jedes für sich ein eigenes Ab- und Überschreiten der Grenzen zwischen Literatur und Politik. In seinem Schreiben pflegte er einen klaren, jedes Klischee vermeidenden Stil, der vor keiner Wahrheit Halt machte, auch vor keiner Selbsterkenntnis, so tiefgehend sie sein mochte. Diesen Ernst konnte man auch in der persönlichen Begegnung mit Dieter Lattmann spüren; alles, was er sagte, hatte Bedeutung, Zusammenhang und Gewicht.

 

Der VS dankt seinem Ehrenvorsitzenden für alles, was er für die Schriftstellerinnen und Schriftsteller getan hat, und wird ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.

 

 

Wir trauern um Wolf-Dieter Krämer,

Schriftsteller und Mitglied im Landesvorstand

(3. April 2018)

 

Wenige Tage vor seinem Tod war er erst in den Vorstand des VS Bayern wiedergewählt worden, dem er die letzten Jahre angehört hat. Sein Tod reißt eine große Lücke, denn er arbeitete in verschiedenen Organisationen mit, engagierte sich für soziale Gerechtigkeit und im politischen und publizistischen Widerstand gegen die Auswüchse des Kapitalismus und die Gefahr rechtsradikaler und populistischer Strömungen.

 

Bedächtig und zielstrebig, immer freundlich und unbeirrbar ruhig hat er seine Projekte vorangebracht, die Zusammenarbeit zwischen den literarischen Organisationen gefördert und sich für komplexe Aufgaben zur Verfügung gestellt.Dafür danken wir ihm als Weggefährten, den wir nicht vergessen werden.

 

 

Schreibwettbewerb des Schriftstellerverbandes Ostbayern: „Mörderisches Ostbayern“

 

Der Schriftstellerverband Ostbayern plant nach „Schauriges Ostbayern“ und „Phantastisches Ostbayern“ zusammen mit dem Battenberg Gietl Verlag, Regenstauf, eine weitere Anthologie mit Kurzgeschichten; diesmal zum Thema „mörderisch“.

 

Etwa 20 AutorInnen des Verbandes werden hierfür zur Feder greifen. Eine weitere Story soll die Sammlung ergänzen: die Gewinnergeschichte dieses Wettbewerbs.

 

Gefragt sind Kurzkrimis, aber auch Texte, die das Thema „mörderisch“ in weiterem Sinne aufgreifen. Die Veröffentlichung ist also nicht nur etwas für „Kriminalisten“!

 

Die Geschehnisse müssen im ostbayerischen Raum (Oberpfalz, Niederbayern) spielen.

Die AutorInnen dürfen nicht Mitglied des VS-Ostbayern sein und müssen in Niederbayern oder der Oberpfalz wohnen.

 

Textlänge: maximal 15.000 Zeichen (mit Leerzeichen); unveröffentlicht und rechtefrei;

 

Einsendeschluss: 28. Februar 2018.

 

Die Teilnehmer senden bitte ihre Texte per E-Mail an info-vs-ostbayern@web.de ,

und zwar als Mail-Anhang und als Text-Dokument (.doc, .docx, .rtf u.ä.; aber keine PDF-Datei); die Text-Datei darf nicht den Namen der Autorin/des Autoren enthalten.

 

Preis: Veröffentlichung in „Mörderisches Ostbayern“, Battenberg Gietl Verlag;

Herausgeber: Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Ostbayern

Anerkennung für Kulturarbeit

 

Beim bundesweiten Wettbewerb „RAUSkommen! Der Jugendkunstschuleffekt“ unter der Schirmherrschaft von Ministerin Dr. Katarina Barley vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erreichte das Mitterfelser Projekt „Ein Fingerabdruck an der Wand der Zeit“ eine Nominierung unter die besten zehn Arbeiten.  So zeichnete der   Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke e.V.) die „kunstraupe“ von Michael Witte für die malerische Umsetzung von Gedichten aus, die von Flüchtlingen unter Anleitung von Wolfgang Hammer entstanden und als Buch gedruckt sind.

 

Vor wenigen Tagen schließlich wurde dieses Projekt der interkulturellen Annäherung vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung, Kultus, Wissenschaft und Kunst offiziell als

bayerischer Beitrag beispielhafter kultureller Vermittlung für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018“ bei der Staatsministerin für Kultur und Bildung Monika Grütters eingereicht.

 

Das Evangelischen Bildungswerk e.V. in Regensburg hat die Projektgruppe "Fingerabdruck" eingeladen, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung der Bilder, die Gedichte vorzutragen. Die

Vernissage findet am 14 Januar 2018 um 16 Uhr statt, Die Ausstellung ist bis zum 3. Februar in dem Gebäude „Am Ölberg 2“ zu sehen.

Mirjam Pressler erhält

den Kulturpreis 2017 der Stadt Landshut

 

Die Jury ehrt die Autorin für ihr umfangreiches Schaffen. Es umfasst Kinder- und Jugendliteratur; bekannt geworden ist Mirjam Pressler aber auch als Übersetzerin, vor allem aus dem Hebräischen. Die 77-jährige Künstlerin ist seit vielen Jahren Mitgleid des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Ostbayern.

Wir gratulieren Ihr herzlich zu dieser Auszeichnung.

Josef Hrubý ist verstorben
 
Wir trauern um unseren hochgeschätzten Kollegen und Freund Josef Hrubý.
Er ist am 19. Juli 2017 im Alter von 85 Jahren in Pilsen verstorben. Josef Hrubý und der VS Ostbayern waren über 25 Jahre hinweg eng verbunden. Gemeinsam haben wir viele Projekte und Publikationen verwirklicht. Unser Beileid gilt den Angehörigen und den KollegInnen des Westböhmischen Schriftstellerzentrums.
Wir werden Josef Hrubý als lieben Freund in Erinnerung behalten!
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Lesung von Josef Hrubý während des Projekts "Literatur in Wanderstiefeln"
Josef Hruby.mp3
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